Freebies Arbeitsrecht / Folge 46
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Wann aus laxer Zeiterfassung ein echter Kündigungsgrund wird.
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Freebie als PDF öffnenIm Homeoffice ist die Grenze schnell verschwommen: kurz die Waschmaschine an, mal eben einkaufen, dazwischen Mails. Doch wenn die erfasste Arbeitszeit nicht der echten entspricht, kann das gefährlich werden.
Arbeitszeitbetrug zählt zu den schwersten Pflichtverletzungen im Arbeitsrecht. Im Extremfall rechtfertigt er sogar eine fristlose Kündigung, manchmal ohne vorherige Abmahnung.
Wichtig ist aber: Ein Verdacht ist noch kein Beweis. Und der Arbeitgeber muss einiges beachten. Dieses Freebie zeigt dir, wo die Grenze verläuft.
Eine fristlose Kündigung braucht einen wichtigen Grund. Bewusster Arbeitszeitbetrug kann ein solcher Grund sein, oft auch ohne Abmahnung.
Der Arbeitgeber hat nur zwei Wochen Zeit, nachdem er vom Grund erfahren hat, um fristlos zu kündigen.
Den Betrug muss der Arbeitgeber beweisen. Ein bloßer Verdacht oder ein Bauchgefühl reichen nicht aus.
Schon der dringende Verdacht kann reichen, aber nur, wenn du vorher angehört und dir Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wurde.
Es kommt auf den Einzelfall an: Dauer, Ausmaß und ob ein milderes Mittel wie eine Abmahnung ausgereicht hätte.
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Arbeitszeitbetrug ist ernst, aber eine fristlose Kündigung ist an strenge Voraussetzungen gebunden. Der Arbeitgeber muss beweisen, Fristen wahren und oft erst abmahnen. Viele dieser Kündigungen sind angreifbar. Lass dich nicht zu vorschnellen Geständnissen drängen. Viele Betroffene haben deutlich bessere Chancen, als sie zunächst glauben.
Fachanwalt für Arbeitsrecht · Partner bei LTMK Recht & Steuern, Köln
Du steckst gerade in genau dieser Situation? Schick die Unterlagen. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, welche Chancen du hast und welche Frist läuft.
Rechtlicher Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Rechtsstand Oktober 2026, ohne Gewähr. Arbeitsrecht kompakt, Folge 46, Stichwort ARBEITSZEIT.
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