Freebies Arbeitsrecht / Folge 12
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Welche Rechte Betriebsrat und Beschäftigte haben, wenn der Arbeitgeber KI-Software einführt, und was passiert, wenn er sie übergeht
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Freebie als PDF öffnenChatbots, Auswertungstools, Bewerbermanagement mit KI: Immer mehr Arbeitgeber führen solche Software ein. Oft ohne den Betriebsrat zu fragen.
Das Betriebsverfassungsgesetz gibt dem Betriebsrat dabei klare Rechte. Schon die Möglichkeit, dass eine Software Verhalten oder Leistung überwacht, löst die Mitbestimmung aus.
Dieses Freebie zeigt dir als Beschäftigte, Beschäftigter oder Betriebsratsmitglied, wann Mitbestimmung Pflicht ist und was ihr tun könnt, wenn der Arbeitgeber sie umgeht.
Der Betriebsrat bestimmt mit, wenn technische Einrichtungen eingeführt oder angewendet werden, die Verhalten oder Leistung der Beschäftigten überwachen können. Es reicht, dass die Software dazu geeignet ist. Eine Überwachungsabsicht muss nicht vorliegen.
Einigen sich Arbeitgeber und Betriebsrat nicht, entscheidet die Einigungsstelle.
Plant der Arbeitgeber Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufe einschließlich des Einsatzes von KI, muss er den Betriebsrat rechtzeitig unterrichten und die nötigen Unterlagen vorlegen.
Personalfragebögen und allgemeine Beurteilungsgrundsätze brauchen die Zustimmung des Betriebsrats. Das gilt auch, wenn eine KI Beschäftigte bewertet.
Richtlinien zur Auswahl bei Einstellungen, Versetzungen, Umgruppierungen und Kündigungen sind auch dann mitbestimmungspflichtig, wenn bei ihrer Aufstellung KI zum Einsatz kommt.
Muss der Betriebsrat die Einführung oder Anwendung von KI beurteilen, gilt die Hinzuziehung eines Sachverständigen insoweit als erforderlich. Die Einzelheiten werden mit dem Arbeitgeber vereinbart.
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Ob der Betriebsrat mitbestimmt, hängt nicht davon ab, was der Arbeitgeber mit der Software vorhat. Es kommt darauf an, was sie kann. Viele Betroffene haben deutlich bessere Chancen, als sie zunächst glauben.
Fachanwalt für Arbeitsrecht · Partner bei LTMK Recht & Steuern, Köln
Du steckst gerade in genau dieser Situation? Schick die Unterlagen. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, welche Chancen du hast und welche Frist läuft.
Rechtlicher Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Rechtsstand Oktober 2026, ohne Gewähr. Arbeitsrecht kompakt, Folge 12, Stichwort MITBESTIMMUNG.
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